Eröffnung der Wanderausstellung

Am 9. Oktober 2019 wurde die Wanderausstellung »›Lasst mich ich selbst sein‹ Anne Franks Lebensgeschichte.« in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum Berlin und dem Anne Frank Haus Amsterdam an der Städtischen Anne-Frank-Realschule mit großem Applaus eröffnet.

Grußworte der Bürgermeisterin Christine Strobl und der Projektleitung der Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin Roman Guski würdigten das Engagement der Schüler*innen sowie der Lehrkräfte der Schule und unterstrichen die Notwendigkeit sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung zu stellen.

Es besteht eine Notwendigkeit sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung zu stellen.

Auch die Stadträtinnen des Bildungsausschusses Frau Julia Schönfeld-Knor und Frau Alexandra Gaßmann, unsere Stadtschulrätin Frau Beatrix Zurek, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe Herr Dr. Ludwig Spaenle, die Stellvertretung der Abteilung RBS-A3 Herr Thomas Bürger sowie das NS-Dokumentationszentrum München würdigten das Engagement der Schule und das Rahmenprogramm der Ausstellung.

Erweiterung der Ausstellung durch Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm besteht aus Projekttagen für die 8. bis 10. Jahrgangsstufen und schulinternen Fortbildungen für Lehrkräfte in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank, der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, dem Fanprojekt „Lernen mit Kick“ und zahlreichen anderen Beteiligten.

Alle geladenen Gäste hatten im Anschluss an die Feierlichkeit die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen und sich dabei von speziell ausgebildeten Schüler*innen, den sogenannten Peer Guides, durch die Ausstellung führen zu lassen.

Das Konzept von Peer Guides und Peer Education

Peer Guides sind Jugendliche, die durch das Anne Frank Zentrum Berlin geschult wurden und im Anschluss Gästen – unabhängig davon, ob es sich dabei um Kinder, Jugendliche oder Erwachsene handelt – die Ausstellungsinhalte näher bringen sollen.

Der Ansatz der Peer Education ermöglicht es, den Jugendlichen, ihre eigene Lebenswelt und persönlichen Lebenserfahrungen in die Diskussionen zu Themen wie Identität, Rassismus und Antisemitismus einzubringen.

Lebensgeschichte Annes und Transfer in die Gegenwart

Die Ausstellung zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte Anne Franks und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Thematisiert werden die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht der Familie Frank vor den Nationalsozialisten sowie das Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit.

Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck in Amsterdam, die letzten sieben Monate in Anne Franks Leben in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen.

Darüber hinaus thematisiert sie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch.

Die Wanderausstellung wendet sich ebenfalls direkt an die Gäste mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?«

Sie geht außerdem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor.

Der Abend war ein voller Erfolg und war bis zuletzt von großem Interesse seitens der Schüler*innen, Eltern und Gäste geprägt.

Die Führungen durch die Ausstellung sind bereits ausgebucht

Bereits am Folgetag der Eröffnung fanden die ersten Führungen für Schulklassen statt, die ein großer Erfolg für die Peer Guides und sehr eindrucksvoll für die besuchenden Schüler*innen waren. Die zweistündigen Führungen für Schulklassen sind bereits ausgebucht.

 

 

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Foto: Christian Altmann