Rahmenprogramm der Wanderausstellung

Ein Ziel der Wanderausstellung »›Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebensgeschichte.« ist es, dass nicht nur einzelne Schüler*innen, die engagierten Peer Guides, sich aktiv gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung engagieren, sondern möglichst alle an der Schule Beteiligten!  

Daher ist es der Wunsch des Anne Frank Zentrums, ein Rahmenprogramm neben der eigentlichen Ausstellung zu gestalten. 

Diesem Auftrag ist die Schule wir mit großem Engagement, Neugierde und Wissensdurst nachgegangen. 

Workshop zum »Nahostkonflikt« mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

Für die 10. Klassen organisierte die Schulgemeinschaft einen ganztägigen Workshop zum Thema »Nahostkonflikt«. Bei diesem wurde sowohl die palästinensische als auch die israelische Sichtweise auf die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 näher besprochen.

Die Schüler*innen reflektierten die Situation und erkannten, dass dieser Konflikt, ungefähr 3000km Luftlinie von hier entfernt, sie in ihrer Zukunft noch stärker betreffen wird 

Des Weiteren wurden die Grundlagen des israelbezogenen Antisemitismus während des Workshops betrachtet; historische Hintergründe und aktuelle Entwicklungen beleuchtet sowie Friedensprozesse und zvilgesellschaftliche Impulse. 

Geleitet wurde dieser Workshop durch die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus aus Berlin. Ein Bildungsträger, der Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft entwickelt. 

Vielfältige Veranstaltungen für die 9. Klassen

Für die 9. Klassen ist ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaustüberlebenden Abba Naor geplant. Er hat die Hölle der Shoa, des Holocausts, als Jugendlicher ertragen, angefangen vom Leben im Ghetto über dessen Räumung bis zum Überleben in den Konzentrationslagern Stutthof, Dachau sowie dessen Außenlagern. Dabei verlor er seine Familie bis auf seinen Vater, den er erst nach dem Krieg in München wiederfand. Nun widmet er sich dankenswerter Weise in seinem hohen Alter von 90 Jahren der Aufklärung der Jugendlichen und Erwachsenen über den Holocaust! 

Die Peer Guides und die AG Demokratie der Städtischen Anne-Frank-Realschule, die aufgrund des großen Interesses an der Ausstellung entstand, bekamen darüber hinaus einen Einblick in die Arbeit der Autorin Melissa Müller und nahmen an einer Lesung ihres Buches »Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie.« teil. 

Das Buch erregte bei seinem Erscheinen international großes Aufsehen, da die Autorin die Biographie Annes um zuvor geheim gehaltene Tagebucheinträge und Briefe erweiterte. Unser Wissen über die gesamte Familie Frank wurde dank nie zuvor befragter Zeitzeugen erweitert. 

Lernen mit Kick und die 8. Klassen

Für die 8. Klassen gestaltete die Schulgemeinschaft Workshops zu den Themen Diversität, Diskriminierung und Ausgrenzung gemeinsam mit dem Fanprojekt „Lernen mit Kick“. Das Fanprojekt bietet bereits seit Juni 2015 Bildungsangebote für Münchner Schulklassen im Olympiastadion an.  

Fortbildung für Lehrkräfte mit der Bildungsstätte Anne Frank

Für das Lehrerkollegium konnte die Schulgemeinschaft schließlich die Bildungsstätte Anne Frank für eine schulinterne Fortbildung zum Thema „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ gewinnen.  

Hierbei erlernten die Kolleginnen und Kollegen, Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, wie Antisemitismus, Feindschaft gegen Sinti und Roma oder Homophobie, zu erkennen und Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln.  

Die Bildungsstätte Anne Frank will Jugendliche und Erwachsene für die aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft stärken und entwickelt dafür neuartige Konzepte und Methoden. 

Sie orientiert sich dabei an der humanistischen Botschaft Otto Franks. Annes Vater sah unser aller Pflicht darin gegen Vorurteile, Diskriminierung und Verfolgung Unschuldiger zu kämpfen.  

Kooperationspartner des Rahmenprogramms

 

 

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Foto: Franziska Kögl