Verantwortung und München dankt Schüler*innen

Es ist eine Frage, die sich alle an der Städt. Anne-Frank-Realschule schon einmal gestellt haben: „Was ist eigentlich soziale Verantwortung?“.

Jede unserer fleißigen Achtklässler*innen findet während des Projekts Verantwortung ihre eigene, ganz persönliche Antwort auf diese wichtige Frage.

Im ersten Schulhalbjahr der achten Jahrgangsstufe wird das Projekt in den Fächern Religion und Ethik vorbereitet. Den wichtigsten Teil erledigen die Schüler*innen dabei ganz selbstständig. Sie suchen sich eine Einrichtung, die sich um Menschen in München kümmert und erkundigen sich, wie sie die Arbeit dort unterstützen können. Im Unterricht werden begleitend Ziele und Wünsche für die Zeit des Projekts gesammelt und thematisiert. Wenn dann schließlich jede unserer Achtklässler*innen eine Vereinbarung mit einer passenden Einrichtung abgeschlossen hat, kann es im zweiten Halbjahr endlich losgehen.

Einmal pro Woche wird dann 90 Minuten lang in Kindertagesstätten, Tagesheimen, Kindergärten, Sportvereinen oder auch Seniorenstiften fleißig gespielt, vorgelesen, gebastelt und gemalt. Auch gemeinsame Ausflüge mit den Jungen, Alten und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft stehen auf der Tagesordnung.

Manche Schüler*in stürzt sich gleich begeistert in die neue Arbeit, manche müssen sich erst an die neuen Anforderungen gewöhnen. Oftmals ist es schwierig, den vielfältigen Anforderungen in der Projekteinrichtung noch zusätzlich zum Schulalltag gerecht zu werden und dabei geduldig, freundlich und motiviert zu bleiben. Doch von den gemachten persönlichen Erfahrungen können schließlich alle Teilnehmer*innen profitieren und ihr Selbstvertrauen stärken. Dafür spricht auch das tolle Feedback, das sie von ihren Betreuungspersonen bekommen.

Die Schüler*innen halten die gemachten Erfahrungen in ihrem Projekttagebuch fest und reflektieren sie dort. Dabei ergeben sich schließlich ganz bemerkenswerte Definitionen von sozialer Verantwortung.

Für mich bedeutet soziale Verantwortung ganz einfach Aufmerksamkeit schenken. Weil ich erlebt habe, wie sehr die Menschen sich über die Zeit, die ich mit ihnen verbracht habe, gefreut haben.

Einige unserer besonders motivierten Schüler*innen sind sogar bereit, sich über das Projekt hinaus freiwillig in ihrer Freizeit bürgerschaftlich zu engagieren.

Dadurch konnten sie sich in den letzten Jahren die offizielle Urkunde „München dankt Schülerinnen und Schülern“ der Landeshauptstadt verdienen.

Ein besonderer Bonus ist dabei das Gutscheinheft für verschiedene Erlebnisse in der Stadt München, sowie eine Einladung zu einem Empfang im Alten Rathaussaal für bürgerschaftlich engagierte Menschen in München.

 

 

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Foto: Florian Gros